Psychopompos: Seelengeleiter zwischen Leben und Sterben

Ein großer Teil der schamanischen Praxis ist die Begleitung von Seelen durch die Zwischenräume: vom Leben in den Tod, auch die Vorbereitung aufs Sterben, den Weg der Seele dorthin, dann wohin sie gehen muss und die Zeit danach. Als „Psychopompos“ (griechisch für Seelengeleiter) begleite ich den Kreislauf Sterben – Tod – Leben. Diese schamanische Seelenbegleitung kann somit Menschen und Tieren vor dem Sterben, während des Übergangs und nach dem Tod zur Seite stehen. Ein Wegweiser.

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Hintergründe: Der Tod als Übergang aus schamanischer Sicht

Schamanen verstehen den Tod nicht als endgültiges Ende, sondern als Übergang von einer Daseinsform in eine andere. Das was wir als körperlich-irdisches Leben kennen, ist nur eine Wirklichkeit, eine Ebene von vielen. Der Tod trennt den Körper von der Seele, welche danach weiterhin existiert. Der Körper bleibt in der materiellen Welt zurück, die Seele kann weiterreisen.

Die Seele durchläuft nach dem Tod zunächst eine Art Übergangsphase, um sich zu orientieren, verabschieden und ihren Weg dorthin finden, wo sie gehen muss. Dies meint nicht einen einzelnen Ort (es geht nicht um die religiöse Vorstellung eines „Himmels“), sondern um die nächste „Station“, einfach das was als nächstes kommt. Dabei kann die Seele Hilfe brauchen.

Hilfe eines Psychopompos: Schamanische Begleitung beim Sterben

Der Tod macht Angst. So wachsen wir auf in unserer Gesellschaft und das Gefühl ist ebenso verständlich. Wir können uns oft kaum etwas Schlimmeres vorstellen, als dass unsere Liebsten sterben. Schamanismus romantisiert den Tod auch nicht. Alle damit zusammenhängenden Gefühle haben ihre Berechtigung und sollten Platz bekommen. Trauer, Schmerz und Verlust gehören weiterhin dazu. Schließlich ist der Körper tatsächlich nicht mehr da. Auch mit dem Wissen, dass das nicht das absolute Ende, das absolute Verschwinden bedeutet, ist es ein Schlag in unserer menschlichen Existenz. Alles ist anders. Die Welt geht weiter und gleichzeitig auch nicht. Wir fühlen uns machtlos und können die Welle nur auf uns stürzen lassen.

Nichts geht verloren.

Auch die Angst vor dem eigenen Tod kann lähmend sein. Wir sorgen uns, was und ob überhaupt etwas danach kommt, über Schmerzen, über Sinn und Sinnlosigkeit. Im Tod sind wir allein, so denken wir. Der Weg raus aus dieser Welt ist unbekannt aber unausweichlich. Schamanische Begleitung geht diesen Weg mit. Durch den Zwischenraum vor dem Tod, den Akt des Sterbens und den Weg danach. In Frieden gehen, sicher weitergehen und ankommen.
Der Tod in diesem Leben ist „nur“ ein Abschnitt, ein weiterer Schritt in einer viel größeren Existenz.

Prozess nach dem Tod

Die Seele befindet sich zunächst zwischen den Welten. Sie kann sich vom bisherigen Leben, vom Körper und von den Menschen verabschieden. Dieser Zeitraum kann als eine Art Reise oder Schwellenzustand beschrieben werden. Wie das aussieht ist ganz verschieden. Darauf folgend kann eine Rückkehr in eine geistige Welt, eine andere Dimension oder Zeitebene, eine Verbindung mit den Ahnen oder schließlich eine Reinkarnation folgen.

Past Lives / Reinkarnation

Die Seele kann nach einem Tod erneut in ein Leben eintreten. Vergangene Leben können dabei als Teil der persönlichen Seelengeschichte verstanden werden. Jeder Seelenweg ist einzigartig. In schamanischen Reisen kann der Blick auf ein vergangenes Leben dazu dienen, Zusammenhänge zu erkennen und etwas zu lösen, das heute noch nachwirkt. Manche Erfahrungen, Beziehungen, Ängste oder wiederkehrenden Muster werden aus dieser Perspektive mit früheren Leben in Verbindung gebracht.

Ahnen

Kraftquelle, Begleiter und Träger von Erfahrungen und Wissen. Wenn unsere Liebsten sterben, können sie trotzdem mit uns in Kontakt bleiben: bestimmte Symbole, Empfindungen, Träume. Diese Verbindung kann bewusst gepflegt werden, indem Dankbarkeit, Respekt und Erinnerung Raum bekommen. Gleichzeitig können auch ungelöste Konflikte, Ängste, Schuldgefühle oder wiederkehrende Muster innerhalb einer Familie über Generationen weiterwirken. Diese können wir in schamanischen Healing Sessions auflösen und befrieden.

Psychopompos & Tiere: Begleitung beim Sterben & Abschied nehmen

Oft ist das Thema Tod für Tiere weniger belastet als für uns Menschen. Zwar sind ihre Charaktere wie auch ihr spirituelles Verständnis wie bei Menschen auch sehr unterschiedlich, dennoch sind sie insgesamt etwas mehr an die Schöpfung als solches angebunden und erleben daher das Sterben nicht so häufig als etwas Schlimmes. 

Dennoch sehen sie sich demselben Kreislauf gegenüber und können ebenso Hilfe benötigen. Gerade im Kontakt zu ihren Menschen gibt es eventuell noch etwas zu befrieden und abzuschließen.

Genauso kann die Trauer um ein geliebtes Tier gleichsam verschlingend und übermächtig sein.

Bewusstes Zusammensein

Wir dürfen es genießen bei unseren Tieren zu sein. Es nützt niemandem etwas, wenn du dir ständig Sorgen darüber machst, dass dein Tier irgendwann stirbt. Unsere Tiere sind so sehr mit uns verbunden und spüren das: Sie spüren die Schwere. Werde dir bewusst, wer dein Tier ist, was es braucht, wie es leben möchte - und ja, auch wie es, wenn der Moment gekommen ist, sich seinen Tod vorstellt, was ihm wichtig und unwichtig ist. Das hilft dir das Thema erstmal loszulassen und dann später eine Art Fahrplan zu haben. Tierkommunikation und schamanische Heilsitzungen zusammen mit deinem Tier können dir dabei helfen.

Bewusster Abschied

Wenn es soweit ist, versuche nicht in blinde Panik oder Aktionismus zu verfallen, sondern erinnere dich an das, was du über dein Tier weißt. Versuche ebenso bei dir zu bleiben, bei deiner eigenen Intuition und danach zu entscheiden. Bleib bei deinem Tier, auch wenn es vielleicht schwer wird. Hole dir Hilfe in Form von anderen liebenden Menschen, die für dich da sind, und/oder auch schamanische Unterstützung.

Arbeit als Psychopompos

Der Begriff Psychopompos stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß „Seelengeleiter“. Eine Seele wird auf ihrem Übergang begleitet und ihr dabei geholfen, ihren Weg in die Anderswelt bzw. dorthin, wo sie gehen muss, zu finden. Dabei geht es nicht darum, den Tod zu verhindern oder die Seele „zu retten“. Der Psychopompos übernimmt vielmehr eine begleitende und orientierende Funktion. Nach schamanischer Vorstellung kann es vorkommen, dass eine Seele nach dem Tod noch stark an ihr bisheriges Leben, einen Menschen, einen Ort oder eine unerledigte Angelegenheit gebunden ist.

Wie werden Seelen begleitet?

Ich als Schamanin kann Kontakt mit der Seele aufnehmen und sie auf ihrem Weg begleiten. Diese bewusste Begleitung kann dabei helfen, den Übergang nicht als etwas Bedrohliches oder Unbekanntes zu erleben, sondern als einen Prozess des Loslassens und Hinübergehens. Dabei kann Raum für Abschied, offene Themen, Ängste und die Verbindung zu den Ahnen entstehen. Altes kann losgelassen werden. Psychopompos-Arbeit kann sich außerdem auf Situationen beziehen, in denen Menschen das Gefühl haben, dass ein Verstorbener „nicht weitergegangen“ ist. Aus schamanischer Sicht kann dann untersucht werden, ob tatsächlich eine solche Verbindung besteht und was für einen bewussten Abschied notwendig sein könnte. Für die Angehörigen kann diese Arbeit ebenfalls bedeutsam sein. Sie kann einen Raum für Abschied, Trauer und Loslassen schaffen und dabei helfen, die Beziehung zum Verstorbenen in eine neue Form zu bringen.

Eine Seelenaufgabe für mich

Die Arbeit als Psychopompos kam zu mir, bevor ich wusste, dass sie überhaupt existiert. Zu Beginn meiner spirituellen Arbeit begleitete ich auf ihren Wunsch, ohne, dass ich es wirklich gelernt hatte, aber in meiner Seele wissend, was zu tun war, die Mutter meines Partners auf ihrem letzten Weg. Durch die letzten Tage mit all der vorhandenen Angst, dem Stress im Krankenhaus und unerfüllten Wünschen über den eigentlichen Akt des Sterbens bis zur Begleitung ihrer Seele durch die Dunkelheit hin zu ihrem Ziel.  

So war ich selbst in diesem Leben mit meinem fair share Tod konfrontiert, musste geliebte Menschen gehen und fast gehen lassen und mich von meiner über alles geliebten Hündin plötzlich verabschieden. Ich kenne die Bandbreite der Emotionen dazu, die gefühlte Sinnlosigkeit des Seins, das Betteln und Verhandeln, bitte bitte nur noch etwas mehr Zeit, warum, warum nur geschieht das, was zur Hölle, Hilfe, Hilfe, Hilfe. Trotz allem, was ich durch meine Arbeit über Tod, Sterben und Leben weiß. Ich kenne beide Seiten sehr genau. Ich mute dir keine Plattitüden oder Gelaber zu. Der Tod ist was es ist. Ich hab dich.

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Schamanin & Psychopompos Kristina Beier

Ich bin Kristina,
Schamanin, Energy Healer, Confidante.
Ich gehe mit dir durch die Dunkelheit.

Zwischenräume & Sterbebegleitung: So kann ich dir helfen

Ein Psychopompos hilft mit der Konfrontation des Todes umzugehen.
Ich begleite neben anderer schamanischer Arbeit jeden Zwischenraum, den Raum vor dem Sterben, währenddessen und danach. Vielleicht gibt es noch etwas zu tun, dass ein schamanischer Blickwinkel einen Unterschied machen kann.
Die Psychopompos-Arbeit dient ebenso der Erleichterung von Sterbenden. Melde dich sehr gerne, auch wenn „es nichts mehr zu tun gibt“. Außerdem kann Kontakt mit den Seelen bereits Verstorbener aufgenommen werden, um sicher zu stellen, dass alles in Frieden ist. Das kann auch für dich als Hinterbliebene heilsam sein. 

Psychopompos- Termine sind grundsätzlich sowohl online, auch ohne Anwesenheit, als auch vor Ort möglich. Ich komme auch ins Krankenhaus oder in die Klinik, wenn es nötig ist. Bitte stelle hierfür nur sicher, dass das Personal dort informiert ist und wir ungestört sein können. Wenn du einen Termin für eine geliebte andere Person machen möchtest, muss der/diejenige ihr ausdrückliches Einverständnis geben. Wenn jemand nicht mehr ansprechbar ist, frage ich im Vorfeld energetisch, ob ich arbeiten darf. Auch Tiere frage ich vorher direkt nach ihrem Einverständnis.

Wenn du Fragen hast, schreib mir gern an hi@kristinabeier.de.

Wann kann eine schamanische Sterbebegleitung sinnvoll sein?

Wenn der Tod näher rückt und du dir für dich, einen geliebten Menschen oder ein Tier Unterstützung auf diesem letzten Weg wünschst: Sie kann dabei helfen, Ängste, ungeklärte Themen und Bindungen bewusst anzuschauen, einen Abschied zu gestalten und den Übergang der Seele schamanisch zu begleiten.

Du selbst hast Angst vor dem Sterben und wünschst dir spirituelle Begleitung.

Ein geliebter Mensch liegt im Sterben, es gibt noch ungeklärte Themen und du möchtest einen bewussten Abschied ermöglichen.

Du suchst nach einer Möglichkeit, mit einem verstorbenen Menschen oder Tier einen bewussten Abschluss zu finden.

Du hast das Gefühl, ein Verstorbener ist noch nicht in Frieden.

Dein Tier steht am Ende seines Lebens und du möchtest es auf seinem Weg begleiten.

Du trauerst um einen Menschen oder ein Tier und möchtest die Verbindung in eine neue Form bringen.

Der Tod als Möglichkeitsgeber

Der Tod reduziert auf das Wesentliche, das ist Fluch und Segen zugleich, aber er hilft uns zu erkennen, was wirklich wichtig ist (und so vieles, was unsere Gesellschaft als wichtig erachtet, ist es nicht). Er kann alles zum Stillstand bringen und uns gleichsam nach vorne katapultieren, eine Abkürzung hin zur Wahrheit. Wie viel intensiver fühlt sich das Leben an, wenn alles leer war? Wie viel tiefer die Freude, wenn der Abgrund dich vorher verschluckt hat? Ist es möglich, sich dem Leben zu ergeben, um das ganze Spektrum zu erleben? Und wenn ich mich ergebe, fällt dann die Angst nicht weg?

 

Good Grief

Let your
heart break

so your spirit
doesn’t. 

– Andrea Gibson

Termine

Egal, ob du vor dem Abgrund stehst, mittendrin im Sumpf bist oder Zeit vergangen ist: Ich hab dich und deine Liebsten sicher. 

Ich arbeite sowohl mit Menschen als auch mit Tieren zusammen.

Es sind Online-Sessions, schamanische Reisen ohne Anwesenheit, sowie Termine vor Ort möglich. Auch im Notfall kannst du mich erreichen. Bei Fragen schreib mir gerne eine Email an hi@kristinabeier.de.

Haftungsausschluss:
Ich bin keine Ärztin oder Therapeutin und biete keine medizinischen bzw. psychotherapeutischen Leistungen an. Meine Angebote ersetzen keine medizinische oder psychologische Behandlung. Ich stelle keine Diagnosen und gebe kein Heilversprechen. Die angebotenen Sessions erfolgen in eigener Verantwortung.